FAQ zum Verkehrsversuch Sulzgrieser Straße

Wir als Bürgerausschuss sind ein parteipolitisches unabhängiges Gremium und setzen uns für ein lebenswertes RSKN, ein gutes Miteinander und eine sichere Mobilität ein. Unser Anspruch ist es, dabei möglichst viele verschiedene Interessen zu berücksichtigen.

Deshalb ist es uns ein Anliegen, gute, nachhaltige Lösungen für die Sulzgrieser Straße zu finden – mit dem Ziel, dass sich Autofahrende hier an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h halten. Zum aktuellen Verkehrsversuch führt die Stadtverwaltung gerade nochmals Messungen durch und prüft weitere Möglichkeiten der Verkehrsverlangsamung.

In der Zwischenzeit finden Sie im Folgenden schon mal einige Antworten zu den Fragen, die uns in den letzten Monaten erreicht haben.

Unsere Bitte an Sie: Bitte seien Sie in der Kommunikation untereinander – auch mit uns – freundlich und respektvoll. Alle Mitglieder des Bürgerausschusses engagieren sich komplett ehrenamtlich und geben ihr Bestes für eine sachlich gute Lösung. Lassen Sie uns zeigen, dass es in diesen Zeiten von viel Gegeneinander auch andere Wege eines konstruktiven Miteinanders gibt.

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Warum wurde der Verkehrsversuch am Eingang von Rüdern überhaupt gestartet?

Seit Jahren erhält die Stadtverwaltung Beschwerden von Anwohnenden über zu schnelles Fahren, auch über die Gehwege. Messungen haben bestätigt, dass es in der Sulzgrieser Straße ein gravierendes Tempoproblem gibt. Viele Fahrzeuge überschreiten die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h deutlich, 15 Prozent fahren sogar 50 km/h oder schneller. Der bislang gemessene Spitzenwert liegt bei 108 km/h! Die Messergebnisse zeigen, dass Tempo 30 von vielen nicht eingehalten wird. Deshalb sind aus Gründen der Verkehrssicherheit Maßnahmen erforderlich.

Wieso wird nicht einfach regelmäßig geblitzt?

Das Ordnungsamt führt immer wieder mobile Geschwindigkeitskontrollen durch. Leider führt das nur kurzfristig und nicht dauerhaft zu Verhaltensänderungen. Ein stationärer Blitzer wäre wegen des geringen Verkehrsaufkommens in der Sulzgrieser Straße viel zu teuer in der Anschaffung und im Betrieb.

Warum wurde nicht einfach die Rechts-vor-links-Regelung beibehalten?

An vier Stellen wurde im letzten Jahr die Rechts-vor-links-Regelung in Rüdern aufgehoben, weil dies eine neue Richtlinie entlang von Buslinien vorsieht. Rechts vor links bestand bis dahin über viele Jahre und hat nicht dazu geführt, dass langsamer gefahren wird.

Werden Autos und Busse durch die Maßnahme eingeschränkt?

Die kurze Antwort lautet: Ja – wie an vielen Stellen im Straßenverkehr, wo es um den Schutz von Schwächeren, die Verringerung der Lärmbelastung oder die Erhöhung der Verkehrssicherheit geht. Aber natürlich dürfen Busse und Rettungskräfte nicht behindert werden. Deshalb hat die Stadtverwaltung ihre Pläne mit dem Städtischen Verkehrsbetrieb und der Polizei abgestimmt. Klar ist aber: Die Einschränkungen sind nur gerechtfertigt, wenn sie ihren Zweck auch erfüllen. Sonst müssen sie wieder abgebaut werden. Genau das will die Stadt mit dem Verkehrsversuch herausfinden.

Sind die Hindernisse eine Idee des Bürgerausschusses?

Nein. Die Maßnahmen wurden bereits bei einer Verkehrsschau am 11. März 2025 und auf der Einwohnerversammlung am 27. März 2025 vorgestellt, also noch bevor der aktuelle Bürgerausschuss überhaupt im Amt war.

Ist es für alle jetzt nicht viel gefährlicher?

Die Einengungen schaffen eine Situation, wie es sie in RSKN durch parkende Fahrzeuge an vielen Stellen gibt, zum Beispiel in der Uhlbacher Straße oder in der Kelterstraße. Auch dort kommt es immer wieder zu chaotischen Situationen, wenn Verkehrsteilnehmende nicht vorausschauend und rücksichtsvoll fahren. Hier braucht es gegenseitige Rücksicht und Umsicht aller. Fest steht, dass der Schulweg für Kinder in Rüdern sicherer ist, weil Autos und Lkw nicht mehr über die Gehwege fahren können.

Wie stehen Sie zu der Forderung, die Barrieren sollten sofort ersatzlos abgebaut werden, wie das manche fordern?

Wenn der Verkehrsversuch ergibt, dass die Barrieren nicht die erwartete Wirkung haben, werden sie wieder abgebaut. Das hat die Stadt dem Bürgerausschuss mehrfach versichert. Dann braucht es aber andere Maßnahmen zur Verringerung der Geschwindigkeit. Hier sind konstruktive Ideen und Vorschläge gefragt. Einfach überhaupt nichts zu machen, löst das Problem nicht.